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Vormärz, Junges Deutschland.
 
à Vormärz bezeichnet jene Epoche, die literarisch zur deutschen bürgerlichen Revolution von 1848 hinführt
à Beginn wird in der Literaturgeschichte unterschiedlich aufgefasst(1815, 1819,1830 bzw. 1840)
à zur Literatur des Vormärz werden Schriften von George Büchners sowie die des Jungen Deutschland gezählt
à Junges Deutschland – Autorengruppe, die sich an bürgerlich – liberalen Ideen orientierte
 
 
Zeit vor der Märzrevolution 1848
 
-          Autoren waren radikaler in ihren Ansichten
-          Ab 1840: Politisierung des öffentlichen Lebens nahm zu, worauf Dichter des Vormärz vor allem mit kämpferischer Lyrik reagierten
 
Historischer Hintergrund
 
- Befreiungskriege in Deutschland à keine erhoffte Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse
- 1815: Wiener Kongress
à Verhinderung der Herausbildung eines deutsche Nationalstaates mit gleichen Bürgerrechten für alle
- „Heilige Allianz“ zwischen Russland, Österreich und Preußen
à revolutionäre und nationale Regungen in den Staaten wurden nicht geduldet
- 1819: Karlsbader Beschlüsse
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1832: Hambacher Fest
- 1833: Frankfurter Wachensturm
à Werke der liberalen Opposition wurden zensiert
à 1835: Bundestagsbeschluss: Schriften von Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt und Heinrich Heine wurden strengster Zensurmaßnahme unterzogen
 
 
Innerhalb der Künste prägten sich zwei Lager aus. Zum einen die Biedermeier-Autoren (kein Interesse an Veränderung der politischen Situation) und zum anderen die Autoren des Jungen Deutschlands und des Vormärzes (Hoffnung auf Verbesserung der Lebensumstände).
Autoren des Vormärz waren sich der Rückständigkeit des deutschen politischen Lebens sehr bewusst.
Ihre Hoffnung auf Verbesserung der Lebensumstände, vor allem auf bürgerliche Freiheiten führte zu mehr literarischem Ausdruck.
 
-          Bewusstsein der Bürger sollte wachgerüttelt werden
-          Rechtlosigkeit und Verelendung der Massen sollte beseitigt werden
-          Forderung nach Gedankenfreiheit
-          Kampf um einen einheitlichen deutschen Nationalstaat
-          Kritik richtete sich gegen immer noch bestehende Ständeprinzip des Feudalismus, insbesondere gegen Klerus und Adel
-          Ästhetische Gegenhaltung zur deutschen Klassik
-          Programmatischer Inhalt (Tendenz) war wichtiger als künstlerische Form (Ästhetik)
-          Politische Lyrik = wirkungsvolles Medium
 
Wichtige Vertreter: Hoffmann von Fallersleben, Heinrich Heine, Georg Herwegh, Karl Gutzkow
 
Beliebt in jener Zeit waren vor allem Frauen-, Dorf-, Abenteuer- und Künstlerromane.
Zu einem wichtigen Genre des Jungen Deutschland wurde der Zeitroman.
z.B.: ERNST WILLKOMMS „Die Europamüden“ (1838), „Weiße Sklaven oder die Leiden des Volkes“ (1845) à Beschäftigung mit dem Schicksal der Unterprivilegierten in Deutschland